Pfingstsonntag

Folgende Dinge benötigt Ihr für Euren kleinen Sonntags-Hausgottesdienst:

  • Eine Kerze,
  • Evtl. einen Fön
  • Eine Möglichkeit, das Lied via Youtube abzuspielen
  • Eine selbst gebastelte Windhose. Ihr habt bestimmt eine Idee, wie Ihr dies mit z.B. Klopapierrolle, Krepp-Papier, Schere und Kleber selbst basteln könnt. Oder Ihr nehmt noch als Anleitung eine Idee, die hier in genauen Arbeitsschritten dargestellt wird:

https://www.geo.de/geolino/basteln/21598-rtkl-anleitung-wir-basteln-fliegende-fische

Oder: ein „Pfingstblitz“:
https://www.familien234.de/428/das-fest/pfingsten/basteln/pfingstblitz/

Dieses Lied könnt Ihr während Eures Gottesdienstes singen. Entweder jetzt zu Beginn oder nach dem Lesen des Bibeltextes und der Erklärung.

Komm, heilger Geist, mit deiner Kraft
Kehrvers. Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, / die uns verbindet und Leben schafft.
1. Wie das Feuer sich verbreitet / und die Dunkelheit erhellt, / so soll uns dein Geist ergreifen, / umgestalten unsre Welt. Kehrvers
2. Wie der Sturm so unaufhaltsam, / dring in unser Leben ein. / Nur wenn wir uns nicht verschließen, / können wir deine Kirche sein. Kehrvers
3. Schenke uns von deiner Liebe, / die vertraut und die vergibt. / Alle sprechen eine Sprache, / wenn ein Mensch den andern liebt. Kehrvers

Erwachsene oder Kind: zündet die Kerze an.
Kind sagt: Wir beginnen unseren Gottesdienst: „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“
Alle: Amen.
Eine/r liest: Fünfzig Tage nach Ostern feiern wir Pfingsten. Es steht ganz im Zeichen des Heiligen Geistes, den Gott uns Christen schenkt. Der Heilige Geist ist Gottes Kraft, die in uns wirkt. Gottes Geist schenkt uns Mut, Phantasie und Kreativität und begeistert uns! Gottes Botschaft macht uns Menschen froh! Mit der Kraft des Heiligen Geistes können wir mutig und zuversichtlich durch diese Zeit gehen.
Welche gewaltige Kraft dieser Heilige Geist hat, den Gott zuerst den Jüngern geschickt hat, wird in der Apostelgeschichte in beeindruckenden Bildern beschrieben. Dazu hören wir gleich mehr.

Wir sprechen ein Gebet:
Erwachsene: (Gebet):
Guter Gott,
wir danken Dir, dass Du bei uns bist.
Wir freuen uns über den Heiligen Geist, danke, dass Du ihn uns schickst!
Bitte höre auch das an, was uns bedrückt
und gib uns Mut und Zuversicht in dieser Corona-Zeit.
Danke für Dein Wort und Deine Nähe.
Amen.

Kind:
Mit Jesu Tod war also doch nicht alles aus. Durch die Auferstehung Jesu begann die Geschichte der Christen. Zuerst waren alle Jünger, Freunde und Anhänger Jesu in der Kirse. Sie waren total am Ende. Doch die Auferweckung muss ein starkes Erlebnis gewesen sein. Nichts war wie vorher, alles war anders. Die Jesusjüngerinnen und – jünger feierten einen Neuanfang und wurden eine immer größere Gemeinschaft. Davon wird in der Apostelgeschichte erzählt, die vom Evangelisten Lukas geschrieben wurde:
(ein kleiner Hinweis: wir werden den Text einmal kurz unterbrechen)

Lesung aus der Apostelgeschichte:
Am fünfzigsten Tag nach dem Passahfest, dem Pfingsttag, waren die Apostel und die Jüngerinnen mit der Mutter Maria und den Brüdern Jesu zusammen am gleichen Ort. Da hörten sie plötzlich vom Himmel her etwas wie einen heftigen Sturm heranbrausen, der erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und sie sahen, dass auf sie Zungen wie Flammen herabkamen. Sie verteilten sich auf jeden von ihnen. Da wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und sie begannen in fremden Sprachen zu reden, so wie der Heilige Geist es ihnen eingab.
(Kurze Unterbrechung)

Eine*r liest:
Ihr habt von dem Sturm gehört. Wenn ihr einmal tüchtig in Eure gebastelte Windhose blast, dann kann man Sturm sogar richtig sehen“„Und wenn ihr den Pfingstblitz gebastelt habt, dann werft ihn einmal so richtig hoch in die Luft! Die Bänder erinnern beides Mal an die Feuerzungen, von denen uns der Evangelist Lukas berichtet. Er erzählt uns auch jetzt, was weiter geschehen ist:

Eine*r liest weiter:
In Jerusalem wohnten fromme Juden aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sie den Lärm und das Stimmengewirr hörten, staunten die Leute, denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Fassungslos sagten sie: Sind das nicht alles Galiläer, die da reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören? In vielen Sprachen hören wir sie von Gottes großen Taten erzählen.
Alle gerieten außer sich und waren ratlos. Einige fragten sich: Was hat das nur zu bedeuten? Andere spotteten: Sie sind vom süßen Wein betrunken.
Da trat Petrus vor und sprach mit lauter Stimme: Hört auf meine Worte! Die Menschen sind nicht betrunken. Heute ist wahr, was der Prophet Joel voraussagte: Am Ende der Zeiten, so spricht Gott, werde ich meinen Geist über alle Menschen der Erde ausgießen. Dann werden eure Söhne und Töchter prophetisch reden. Die jungen Menschen werden bereits schauen, was noch kommen wird. Die alten Menschen werden Träume haben. Und jeder Mensch, der den Namen Gottes Anruf, wird gerettet werden!

Erwachsener:
Eine Geschichte wie ein Traum: Alle Menschen reden in der Vielfalt ihrer Sprachen und dennoch verstehen sich alle. Es ist ein Ereignis, das man nicht mit dem Verstand begreifen kann, das nur mit dem Herzen und mit den Augen des Glaubens zu sehen ist. In den Bildern der Erzählung gesprochen: Die Menschen sind erfüllt vom Geist Gottes – ganz Feuer und Flamme reden sie voller Begeisterung.
(Bibeltext und Erklärung aus: „Die Bibel für Kinder und alle im Haus“ von Rainer Oberthür, Kösel-Verlag)

Lied: Komm Heilger Geist, mit Deiner Kraft (s.Seite 1)

Erwachsener oder Kind:
So wollen wir gemeinsam das Vater unser beten und um Gottes Segen für die kommende Zeit bitten:

Vater unser im Himmel….

Guter Gott,
Wir danken Dir für Deinen Heiligen Geist und bitten Dich:
gibt uns weiter Kraft und Geduld,
dass wir gut durch diese Situation kommen.
Sei bei allen, denen es nicht gut geht.
Beschütze unsere Familie und
Segne uns.

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Hier der Hausgottesdienst zum Download