Auch nach den Schulferien: Bitte kein „Weiter so wie bisher“ in Gesellschaft und Kirche

Die hessischen Schulferien sind beendet und man könnte meinen, wir wären in der Lage wieder zum Regelbetrieb zurückkehren zu können. In der Gesellschaft wie auch in der Wirtschaft, in unseren Pfarreien und Kirchorten.

Es ist allerdings nicht nur aus Corona-Pandemie Gründen (die Fälle der Neuinfektionen steigen ja leider wieder flächendeckend an) nicht möglich. Eine Krise beinhaltet immer auch eine Chance zum Umdenken und Umsteuern.

Ich denke, wir sollten nach den bewährten drei Schritten „Sehen - Urteilen –Handeln“, an die ich mich gerne anlehne, jetzt einmal ganz genau wahrzunehmen versuchen, was in unserer deutschen katholischen Kirche und in unserer Pfarrei wirklich los ist. Danach sollten wir versuchen, diese Situation ehrlich und kritisch zu bewerten. Und dann auf das schauen, was wirklich wichtig war und ist. Dann müssen wir in einem dritten Schritt anfangen neue, ungewohnte, innovative Wege nicht nur zu denken, sondern auch zu beschreiten.
Dazu braucht es natürlich Mut und Innovation, damit wir tatkräftig nicht nur in die Zukunft blicken, sondern auch in diese Richtung gehen. (In diesem Fall bedeutet Stillstand dann eher Rückschritt).
Die neuste Instruktion der vatikanischen Behörden (sie haben sicher schon davon gehört) hat ja die Situation der katholischen Kirche in Deutschland sehr gut beschrieben, versucht aber dann leider mit den Ansätzen und Lösungen der vergangenen Jahrzehnte die Schwierigkeiten und Probleme von heute zu lösen. Das kann nicht wirklich gelingen. Ein immer mehr vom ewig Alten und Gestrigen hilft nicht!!
Vielleicht kann ja der „synodale Weg“, den die katholischen Laien ins Rollen gebracht haben, hier weiterhelfen und ein wichtiger Schritt werden.
Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, der auch gleichzeitig der Limburger Ortsbischof ist, hat sich diesem synodalen Weg verpflichtet.
Wenn Kirchenleitung und Kirchenvolk Wege aus der Krise und aus der zunehmenden Bedeutungslosigkeit des christlichen Glaubens für unsere Gesellschaft suchen und finden wollen, ist das nur gemeinsam und mit der Unterstützung des Heiligen Geistes möglich. Lassen Sie uns also den synodalen Weg auch in den Überlegungen für die Zukunft hier in unserer Pfarrei durch Innovation und „Neues“ unterstützen und nicht dem „Vergangenen“ hinterherjammern.

Dass wir uns alle dem Hl. Geist öffnen, wünsche ich uns für die kommenden Wochen und Monate.

Oliver Karkosch, Pastoralreferent

Oliver Karkosch, Diplom-Theologe

Oliver Karkosch, Diplom-Theologe

Pastoralreferent