Die Botschaft vom Kreuz ist die Botschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.

Impuls zu Karfreitag

Am Karfreitag steht das Kreuz im Mittelpunkt: Das Kreuz – ein Zeichen, welches uns immer wieder begegnet, in Kirchen, an Wegen, auf Feldern, in unseren Häusern und Wohnungen. Einige Menschen tragen ein Kettchen mit einem Kreuz als Anhänger. Das Kreuz hängt am Innenspiegel in so manchen Autos. Das Kreuz erinnert uns, dass der Gekreuzigte mit uns ist. Und das Kreuz stellt uns unsere menschliche Begrenztheit vor Augen.
Immer wieder wird unser Leben "durchkreuzt", da verändert sich urplötzlich das Leben, der gewohnte Ablauf:
-Eine Pandemie, wie Corona, zwingt uns, unsere Lebensgewohnheiten zu ändern: Schulen und Kitas sind geschlossen, es gibt keine öffentlichen Gottesdienste oder Gemeindeaktivitäten in den Gemeinderäumen, viele arbeiten von zu Hause, viele leiden unter sozialem Abstand…
Viele haben Angst vor Ansteckung, Krankheit, Leid und Tod.
Viele haben existentielle Ängste: den Verlust des Arbeitsplatzes oder politische, wirtschaftliche und finanzielle Krisen.
"Der oder die hat ein schweres Kreuz zu tragen" - so drücken wir solche und andere Situationen von Menschen aus. Das betrifft in diesen Wochen und Monaten hunderttausende Menschen weltweit.
Wenn wir heute am Karfreitag das Kreuz Jesu betrachten, so sehen wir einen Menschen - geschunden, zerschlagen, verzichtend auf sein Recht.
Schauen wir auf das Kreuz, so sehen wir einen Menschen, der sich uns mit ausgebreiteten Armen zuneigt.
Das Kreuz an dem der hängt, der uns nicht hängen lässt.
Jesus kennt die Passionsgeschichten von uns und der Welt.
Er kennt die Leidensgeschichten von tausenden Toten und Kranken unserer Tage. Der Blick auf das Kreuz Jesu, der Gedanke an ihn, das stille einsame Gebet gaben vielen Trost und Hoffnung. Sie wussten, dass Jesus seinen Kreuzweg auch für Sie bis zum Ende, bis zum Äußersten gegangen ist. Sie wussten, dass sie durch den Kreuz Jesu erlöst sind. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“ war Jesu letztes menschliches Gebet am Kreuz. Doch es war kein Ausdruck der Verzweiflung, sondern des Vertrauens, des Glaubens und der Hoffnung.
Jesus am Kreuz - er breitet die Arme aus, will uns mit unseren Leiden und Gebrechen in seine Arme schließen und uns sagen: „Du bist nicht allein, ich weiß um dich und ich bin mit deiner Not vertraut.”

Damit ist die Botschaft vom Kreuz, die Botschaft von der Liebe: "Ich gebe mich hin für dich, damit du am Leid nicht zerbrichst. Ich sterbe sogar mit dir. Wir werden aber auferstehen. Wir werden leben.
Ihr Pater Alex ISch, Priester in St. Franziskus Frankfurt

P. Alexander Antony Isch

P. Alexander Antony Isch

Priester