Bartholomäusplakette für Ehrenamtliche in der Stadtkirche

FRANKFURT.- Sie haben den Glauben in Frankfurt salonfähig gemacht: Seit 30 Jahren werden Christen, die sich ehrenamtlich für die katholische Stadtkirche Frankfurt engagieren, mit der Bartholomäusplakette geehrt. Im Jubiläumsjahr ging die Auszeichnung, die zum Stadtkirchenfest zu Ehren des Heiligen Bartholomäus am Sonntag, 27. August, verliehen wurde, an zwei Urgesteine der katholischen Kirche in Frankfurt.

Charlotte Schmidt aus der Pfarrei St. Franziskus im Frankfurter Nordosten, von ihrer Laudatorin Christiane Reeh, stellvertretende Vorsitzende der Stadtversammlung Frankfurter Katholiken, auch als „Revoluzzerin“ etikettiert, ist seit Jugendjahren auf Stadtkirchenebene aktiv. Stadtweite Jugendgottesdienste in den 70er Jahren, ein Sitz im Stadtjugendrat, schließlich ein Studium „Theologie im Fernkurs“, seit 1995 Mitglied der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken, der Vertretung der Stadtkirche auf gesellschaftspolitischer Ebene, im Projekt „Kirche für Arbeit“ der Frankfurter Kirchengemeinden und des Caritasverbandes aktiv, in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung KAB oder im Diözesansynodalrat, dem pastoralen Beratungsgremium des Bischofs, die Liste der ehrenamtlichen Tätigkeiten von Charlotte Schmidt ist lang und nie ganz vollständig. Aber, wie sie selbst in ihrer Dankesrede sagte, war es ihr immer wichtig, Glaubenswerte weiterzugeben, in die Stadtgesellschaft hineinzuwirken und Einflussmöglichkeiten auf die Politik zu nutzen: „Kirche sollte immer an der Seite der `kleinen Leute` stehen.“

Auch bei Hans-Jürgen Winkler aus der Pfarrei St. Bonifatius in Sachsenhausen ist das ehrenamtliche Engagement umfassend und nicht nur mit einem Wort zu umschreiben, wie Laudatorin Daniela Marschall-Kehrel, Vorsitzende der Stadtversammlung, darlegte. Mit seinem beruflichen Wissen als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater setzt sich Winkler seit vielen Jahren ehrenamtlich zum Nutzen der Stadtkirche ein. Er ist im Vorstand des Gesamtverbandes der katholischen Kirchengemeinden aktiv, hat in der Zeit einer hauptamtlichen Vakanz sogar ein Jahr lang ehrenamtlich und ohne jede Vergütung kommissarisch die Geschäftsführung übernommen. Seit 2012 gehört er auch dem Finanzausschuss des Gesamtverbandes an. Ihm ist es mit zu verdanken, dass der Gesamtverband dank guten Wirtschaftens in der Lage ist, viele stadtkirchliche Projekte in hohem Umfang zu fördern, etwa die Koselburg als Mehrgenerationenhaus für Menschen mit und ohne Behinderung oder das neu entstehende Studentenwohnheim im Nordend. Winkler ist außerdem Mitglied in der Steuerungsgruppe der beim Caritasverband angesiedelten stadtweiten Hilfenetze und im Vorstand des Hauses der Volksarbeit.

Die Vesper zum Abschluss des Stadtkirchenfestes zu Ehren des Heiligen Bartholomäus wurde von verschiedenen Kirchenchören aus der Stadtkirche gestaltet. Die Leitung hatte Bezirkskantor Peter Reulein. An der Orgel spielte Dommusikdirektor Andreas Boltz. (dw) 

Quelle: https://www.bistumlimburg.de/meldungen/meldung-detail/meldung/den-glauben-salonfaehig-gemacht.html

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