Ich will klettern, hüpfen, springen und mich am Glauben freuen!

St. Franziskus feiert Familiengottesdienst in der Turnhalle der Theobald-Ziegler-Schule in Frankfurt

An einem außergewöhnlichen Ort – Turnhalle der „Theo“ in Preungesheim – kamen am „Laetare“-Sonntag zahlreiche Familien aus der Pfarrei zusammen, um gemeinsam Gottesdienst einmal anders zu feiern. „Ich will klettern, hüpfen, springen und mich am Glauben freuen“ lautete das Motto.

So hieß es am Eingang dann „Schuhe ausziehen und Hallenschuhe an!“ Kaum in der Turnhalle angekommen, nahmen die kleinen Turner und Turnerinnen mit wachsender Begeisterung den vom Vorbereitungsteam unter Anleitung von Übungsleiterin Anne Elbe aufgebauten Kletterparcour in Beschlag. Die Schwungseile standen nicht still. Die Sprossenwände wurden eine nach der anderen überwunden. Im Hintergrund erklang die Musik der Projekt-Band unter der Leitung von Stefan Wolf und Thomas Müller-Wilms.

Mit dem beschwingenden Lied „Tanzen, ja tanzen, wollen wir und springen“ begann der Gottesdienst um den mit einem bunten Schwungtuch bedeckten Altar. Pater Peter eröffnete mit dem „großen Kreuzzeichen“ und dann ging es – wie beim richtigen Turnen - ans Aufwärmen: Ein Ball wurde geworfen und derjenige, der ihn fing, durfte eine Bewegung nennen, die alle Anwesenden nachmachen mussten. „Auf einen Bein hüpfen und sich drehen“, „ 3 Meter im Entengang watscheln“ oder „Hüpfen wie ein Hampelmann“.

Nach dem Kyrie wurde es spannend. Victoria erzählte aus dem Buch „Ronja Räubertochter“ und gleichzeitig spielte Sara die Szene eindrücklich nach: Als Ronja lernte, sich zu hüten…. davor, in den Fluss zu fallen und gleichzeitig sich darin zu üben, keine Angst zu haben. Ronja ist ganz schön mutig.

In verteilten Rollen wurde das Evangelium vorgetragen, in dem Jesus sich mutig dem Versucher widersetzte, als diese meinte, dass Jesus doch der Sohn Gottes sei und die Engel ihn bestimmt auffangen würden, wenn er in die Tiefe springen würde. Pater Peter sprach anstelle von Jesus: „Von der Spitze des Tempels zu springen ist Unsinn. Gott auf die Probe zu stellen ist Unsinn“.

Gemeindereferentin Barbara Kaltwasser-Flora stellte das auch in der folgenden Katechese heraus: Wir wissen uns von Gott beschützt und begleitet. Das heißt jedoch nicht, dass wir einfach allen Unsinn machen können. Wir sollen uns verantwortlich zeigen für uns und unser Leben. Seine eigenen Grenzen kennenlernen und dann doch mutig das tun, was man sich traut. Darum geht’s. Und froh darüber zu sein, dass Gott uns so viele Fähigkeiten geschenkt hat, die uns helfen, uns zu bewegen und fröhlich zu sein.

Dies sollten die Kinder in der folgenden Zeit im Kletterparcour mit seinen unterschiedlichen Herausforderungen für sich herausfinden – entweder alleine oder mit Unterstützung der Eltern. Von den großen und kleineren Kindern wurde mutig von „Stein“ zu „Stein“ gehüpft, balancierend die Wackelbrücke erklommen und in die Tiefe gesprungen, durch dunkle Höhlen gekrabbelt und an Seilen geschwungen, so hoch es ging. Die Eltern oder Großeltern konnten ihrem Nachwuchs bewundernd zuschauen oder wunderbar mit anderen Eltern ins Gespräch kommen.

Als die Band leise wieder zu spielen begann, war dies das Zeichen, dass es im Gottesdienst weiter ging. Die Gaben wurden balancierend zum Altar gebracht. Während der Wandlung wurde es auf einmal ganz still in der großen Turnhalle. Alle, groß und klein, hielten inne und waren ganz bei sich und Jesus.

Nach der Mahlfeier wurde es wieder lebhaft. Die Kinder kletterten und erprobten sich weiter und die Erwachsenen kamen wieder miteinander ins Gespräch – auch um dem Erlebten nachzuspüren. Als sich die Halle langsam aber sicher geleert hatte, sagte ein Vater: „Danke für Eure Idee – und besonders für die Umsetzung Eurer tollen Idee.“

Ja, das Vorbereitungsteam freut sich sehr darüber, dass viele Familien mitgefeiert haben. Es ist schön, sich gemeinsam am Glauben freuen zu können! Danke allen, die mit dabei gewesen sind!

Barbara Kaltwasser-Flora

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