Familienwanderung

Mit St. Franziskus auf dem Weg nach Santiago de Compostela – erster Testlauf am 4. März 2018

Wer sich auf den Weg nach Santiago begeben will, der sollte  vorher auch seine körperliche Fitness  prüfen, so wurde uns beim ersten Treffen eingeschärft: es sollen ja täglich 15 bis 25 km bewältigt werden!

Am Sonntag, 4. März  um 9.50 Uhr warteten 4 zünftig gekleidete Pilger schweigend bei kühlen 3 Grad vor der St. Leonhardskirche:  die 3 Jakobspilger aus Bronze(1990) der Frankfurter Künstlerin Franziska Lenz-Gerharz  und ein leibhaftiger Pilger mit Sandalen im langen Pilgermantel, mit Pilgerhut und Pilgerstab.  Pünktlich bis 10.00 Uhr trafen die restlichen 24 Testwilligen bei der Gruppe ein, darunter 8 Kinder bzw. Jugendliche.  Nach einem Tagesimpuls durch unsere Gemeindereferentin Barbara Kaltwasser-Flora  ging es frohgemut über den mit Liebesschlössern schwer beladenen Eisernen Steg auf die südliche Mainseite, wo uns schon bald die Wegweiser mit der Jakobsmuschel  an jedem zweiten Laternenpfahl  entgegenleuchteten. Unter zahlreichen Straßen- und Eisenbahnbrücken hindurch , begleitet vom Autoverkehr  links und vom Fluss mit Schiffs- und Bootsverkehr rechts bewegte sich die Truppe in gleichmäßigem Tempo, gelegentlich unterbrochen von kurzen Diskussionen an Weggabelungen, die Jüngeren meistens ganz weit hinten oder schon weit vorne.

Nach über 2 Stunden über Asphalt-, Pflaster- und Sandwege und durch eine steinige Baustelle erreichten die Pilger bei nun wärmenden Sonnenstrahlen das erste Etappenziel: St. Mauritius in Schwanheim, eine der 3 Themenkirchen der neuen Pfarrei St. Jakobus Frankfurt,  direkt am Jakobsweg von Fulda nach Mainz, die sogenannte Familienkirche, „ein gastlicher Ort um aufzutanken, Mut zu fassen, zusammen unterwegs zu sein und Lebendigkeit zu wagen“ (Gemeindehomepage). Auf die freundliche Einladung durch Pastoralreferent Hans-Peter Labonte konnten die Pilger in angenehmer Umgebung das pfarrliche Café mobile zusammen mit ihrem mitgebrachten Proviant genießen. Herr Labonte erläuterte in anschaulicher Weise die Gemeindestruktur, die Architektur der neugotischen Kirche (1901) mit dem äußerst eindrucksvollen Hochaltar: eine über 10 m hohe Holzschnitzarbeit im gotischen Stil in der Form einer Monstranz von Franz Gastell (1906), aufwändig restauriert (2001) in der originalen neugotischen Farbgebung.

Nach einem weiteren 30 minütigen Pilgern erreichten alle gegen 14.00 Uhr die Personenfähre nach Höchst und nach einem Aufstieg in die Altstadt die Justinuskirche, das älteste Bauwerk Frankfurts (850). Nach einem Rundgang endete der Pilgertag mit einer kurzen Andacht mit Kanonsingen. Allseits zufriedene Gesichter, von Ermüdungserscheinungen nach ca. 13 km  keine Spur. Resümee: ersten Santiago – Test hervorragend bestanden!    (Nächster Testlauf  folgt am 1. Mai 2018 gemeinsam mit der traditionellen Familienwanderung des Bonifatiusteam auf dem Bonifatiusweg.)

Bericht: Norbert Hartmann

Zurück