Erfahrungen mit ökologischer Lebensweise

Autofrei mit Familie und Kindern in Frankfurt

Dem Leben ohne Auto hängt das Klischee an, dass dafür eine gehörige Portion Fanatismus, Autohass und hoher Organisationsaufwand erforderlich ist. 8 Jahre ohne Auto beweisen das Gegenteil: Alles was es braucht ist:

  • eine Car-Sharing Mitgliedschaft: In Frankfurt gibt es mehrere Car-Sharing Unternehmen, wie book’n’drive, Stadtmobil, Car2go etc., die an vielen Orten im Stadtgebiet Stationen haben. Für Frankfurt gibt es mittlerweile sogar eine vergleichende Bewertung. Wir sind - mit Wohnort am Dornbusch - nie weiter als 500 Meter zum nächsten freien Auto unterwegs. Das kostet etwa 50€ im Jahr und verbrauchsabhängige Gebühren – eine Tagesfahrt nach Bad Vilbel und zurück ist im kleinen Kombi mit 5 Sitzen für etwa 20€ zu haben. Die Buchung erfolgt – auch spontan - per 0800-Telefonnummer oder per Internet, das Öffnen des Autos geht mit einer Plastikkarte.
  • Arbeitsstellen , Kindergärten und Schulen, die mit gut per Fahrrad, ÖPNV oder im Auto von Freunden erreichbar sind, so dass ein eigenes Auto nur 2-3 mal pro Woche bewegt werden müsste zum Einkaufen, Kinder chauffieren und Ausflüge unternehmen.
  • Einkaufsmöglichkeiten und Kinderfreundschaften, die mit Fahrrad und zugehörigem Anhänger gut erreichbar sind.
  • die Motivation auch auf das Fahrrad, den Bus, die U-Bahn oder den Zug oder auch ins Taxi zu steigen, weil kein Auto immer abfahrbereit vor der Tür steht.

Die Vorteile sind immens: kein Ärger mit Terminen und Kosten für den Reifenwechsel oder Reparaturen, keine Parkplatzsuche vor der Haustür, mehr Geld im Portemonnaie, da kein teures Auto – mit 1000 bis 5000€ Abschreibung pro Jahr - angeschafft werden muss und auch Budget da ist, um in vertrackten Fällen einfach und bequem ein Taxi zu nehmen.

Mehr Informationen gerne bei Skok & Werding, erreichbar über kontakt@oekologische-umkehr.franziskus-frankfurt.de.

Solidarische Landwirtschaft – biologische, regionale Lebensmittel „solidarisch" einkaufen

Solidarische Landwirtschaft – kurz SoLaWi – ist ein neues Wortungetüm, das viele Dinge, die wir immer schon gut finden wollten, vereint: Beim Bauern um die Ecke, regional, ohne Zwischenhändler, biologisch und verpackungsfrei einkaufen.

Es gibt eine „Netzwerk Solidarische Landwirtschaft" und beliebig viel Hintergrundmaterial zu dem Konzept. Hier soll knapp die Idee vorgestellt werden und wie SoLaWi „Luisenhof" in Frankfurt und Umgebung beispielsweise funktioniert:

  • In der Saison 2017/2018 erhalten wir für 50€ im Monat einen Ernteanteil des nach Demeter Standard angebauten Gemüses. Auch eine halbe oder doppelte Portion sind möglich; der Ernteanteil ist auf die Versorgung einer 4-köpfigen Familie ausgelegt, wir haben bisher immer genug gehabt. Die Menge schwankt mit dem Ernteertrag, es gibt keinen Zwischenhändler und keine Terminverkäufe der Ernte des Landwirts im Voraus zum Festpreis wie bei Großhändlern und Bio-Supermärkten üblich.
  • Jeden Freitag von 12.00 – 19.00 Uhr kann das Gemüse an den Abholstellen, von den SoLaWi Teilnehmer abgeholt werden. Auf einer aktuellen Liste ist aufgeführt wie viel Gemüse jedem zusteht. Dies wird dann selber abgewogen und eingepackt. In Frankfurt gibt es zwei Abholstellen am Sinai-Park (Dornbusch), sowie in der Frauenlobstrasse (Bockenheim). Am Luisenhof selbst kann auch abgeholt werden. Wer mag, kann sein Gemüse in Niederdorfelden „besuchen" und auf dem Hof mithelfen.

Natürlich gibt es auch im Frankfurt weitere SoLaWi-Bewegungen. Mehr Informationen gerne bei Skok & Werding, erreichbar über kontakt@oekologische-umkehr.franziskus-frankfurt.de.

CO₂-Fußabdruck kompensieren

Wir als Familie versuchen, unseren ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten. Für das Klima wichtig ist vor allem, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Eine Person sollte im Jahr nicht viel mehr als 2 Tonnen CO2 verursachen. Ein Flug von Frankfurt nach New York und zurück erzeugt aber schon ca. 2,3 Tonnen CO2 mit Abweichungen je nach Typ und Auslastung des Flugzeugs. Was soll man da tun, wenn ein Flug, z. B. als Dienstreise, nicht vermeidbar ist?

Wir "kompensieren" den Umweltschaden, den wir durch den Flug anrichten. Es gibt eine ganze Reihe von Organisationen, auf deren Website man den Schadenswert berechnen und den Betrag dann gleich spenden kann. Wir nutzen schon seit langem atmosfair, weil deren Kompensationsprojekte nach dem "CDM Gold Standard" zertifiziert sind.

Mit dem Geld werden Projekte gefördert, durch die CO2-Ausstoß vermieden wird, und die Menschen in Ländern des globalen Südens helfen. Zum Beispiel werden in Afrika Familien mit effizienten Öfen versorgt, so dass weniger Holz geschlagen und verbrannt werden muss. Auch die Kirchen in Deutschland bieten mit der "Klima-Kollekte" einen solchen Dienst an, der ebenso hohe Standards erfüllt.

Die errechneten Beträge sind überraschend niedrig. Für die genannte Reise nach New York spendet man ca. 55 €, für Hin- und Rückflug von Frankfurt nach Santiago de Compostela ca. 18 €. Die Spenden sind steuerlich absetzbar.

Mehr Informationen gerne bei Döll & Rulhof-Döll, erreichbar über kontakt@oekologische-umkehr.franziskus-frankfurt.de.

Zurück