Ignazio La Bella

Wir trauern um unseren Küster Ignazio La Bella (1960 – 2020)

Am 27.04.2020 starb nach kurzer schwerer Krankheit unser Küster und Hausmeister, Ignazio La Bella, im Alter von 60 Jahren. Ab 1996 bis zu seinem Tod war er Küster und Hausmeister in St. Josef Eschersheim und ab 2015 in der neugegründeten Pfarrei St. Franziskus Frankfurt. Er war Vorsitzender der Mitarbeitervertretung (MAV) und hatte diese Funktion bis zu seinem Tod inne.

Neben den üblichen Küsteraufgaben war die Krippengestaltung seine persönliche Leidenschaft. Seine Weihnachtskrippe musste jedes Jahr neu und kreativ gestaltet sein. Letztes Jahr hat er sie thematisch („Öko-Krippe“) mit Messdienern gestaltet. Sein Osterfeuer in der Osternacht war immer spektakulär.

Gerne hat er bei den Taufen ministriert und am liebsten den Taufbrunnen in Bewegung gesetzt. Für alle Tauffamilien, besonders für die Kinder, war das Plätschern des Taufwassers aus dem Taufbrunnen eine besondere Attraktion.

In der Sakristei und in der Kirche war auf ihn Verlass. Er hat sich immer als Küster betrachtet. Diese Rolle hat er genossen und gerne gemacht.
Die Kinder aus dem Kindergarten mochten ihn auch. Da war er gerne gesehen. Öfters konnte man sie „Herr La Bella“ oder nur „La Bella“ rufen hören. Beliebt war er auch in der Nachbarschaft.

Eine sehr gute Zusammenarbeit pflegte er mit der Ziehenschule. Große Adventskonzerte in der Kirche waren eine organisatorische Herausforderung.
Nicht nur die Fronleichnamsprozession war ein Beweis seiner ausgezeichneten ökumenischen Zusammenarbeit mit der evangelischen Emmausgemeinde.
Ignazio La Bella war auch musikalisch talentiert, hatte seine Band, und trat bei vielen Gemeindeveranstaltungen auf.

Als MAV-Vorsitzender hat er immer vorrangig die Interessen und Rechte der Mitarbeiter*innen vertreten. Im Pfarrbüroteam war er immer gerne gesehen und beliebter Gesprächspartner.

Seine plötzliche Erkrankung hat seine Familie und uns überrascht und sein schneller Tod hat uns alle schockiert. Seine Art Menschsein, seinen Geschmack für das Schöne (Kunst, Musik, Raumgestaltung), seinen Sinn für Humor, werden wir vermissen. Gott, an den er geglaubt und dem er hier auf Erden gedient hat, hat ihn in seinem Reich vielleicht wieder als Küster oder Musiker eingestellt. Für den Ruhestand ist er einfach zu früh gestorben.

Er hinterlässt seine Eltern, sein Ehefrau Tina und die Töchter Sara und Simona, den Enkel Domenico und die Schwiegersöhne Gianluigi und Timmy. Seiner Familie gilt unsere herzliche Anteilnahme.

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Die Trauerfeier und das Requiem sollen zu einem späteren Zeitpunkt gefeiert werden.

Wir bedanken uns bei Ignazio La Bella für seinen Dienst für Gott und unsere Kirchengemeinde und wünschen ihm himmlische Freude im Reich Gottes.

P. Anto Batinic, Pfarrer, mit Pastoralteam und Verwaltungsrat

Annette Drux, Verwaltungsleitung mit Team Zentrales Pfarrbüro

Zum Gedenken an Ignazio La Bella (+ 27. April 2020)

Unser langjähriger Küster, Herr Ignazio La Bella, hat seinen irdischen Weg am Sonntag, dem 27. April 2020, nach kurzer schwerer Krankheit beendet. Alle, die ihn kannten, vermissen ihn sehr. Keiner will die Nachricht von seinem Tod wahr haben, es scheint, er war doch eben noch da.

Vor allem in der Sakristei von St. Josef, seinem für ihn wichtigsten Arbeitsbereich, hatte er alles im Griff.

Seine besondere Leidenschaft galt dem jährlichen Aufbau der Weihnachtkrippe im Altarraum, fantasievoll und jedes Mal anders. Mit immer wieder neuen Ideen und überraschenden Varianten lockte er die Betrachter zur Krippe.

Auch den Ablauf zusätzlicher Veranstaltungen in und um die Kirche herum organisierte er mit Umsicht und Erfolg, sei es beim Auftritt größerer Orchester und Chöre z.B. von St. Josef und St. Vitus oder der Ziehenschule, sei es die großartigen Osterfeuer, an denen er auch selbst seine Freude hatte, sei es die Vorbereitung der Fronleichnamsprozessionen mit Fahnen und Himmel und die Versorgung mit Lautsprecheranlagen an den verschiedenen Stationen.

Beim Fest zum 100. Jubiläum der St. Josefs-Kirche im Jahre 2014 war er mit großem Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung dabei, wobei ein Highlight für ihn sicher auch die Enthüllung des neues Kreuzwegs war, geschaffen von dem mit ihm befreundeten Künstler Thomas Bayrle.

So war Ignazio La Bella nicht nur ein unentbehrlicher Mitarbeiter beim Gelingen des Gemeindelebens, sondern auch als Mensch von vielen geachtet und beliebt. Für ein scherzhaftes Schwätzchen war er fast immer bereit.

Die Freude über seinen kleinen Enkel war riesengroß, oft zeigte er uns Bilder von ihm. Er war ein Familienmensch. Seinen 60. Geburtstag konnte er noch vor wenigen Wochen im Kreis seiner Familie im Gemeindehaus feiern.

Hat Ignazio etwas von seiner Krankheit geahnt? Am Ende der Weihnachtszeit standen er und mehrere Personen nach der Sonntagsmesse an der Weihnachtskrippe, die er in diesem Jahr zusammen mit der Messdienergruppe aufgebaut hatte. Wir verstanden nicht, als er dabei erklärte, wir müssten im nächsten Jahr die Krippe ohne ihn aufbauen. Er könne dann nicht mehr mitmachen oder helfen.

Wir werden in St. Josef diesen Auftrag übernehmen und in diesem Sinne unseren Dank ausdrücken und die gute Erinnerung an unseren Ignazio La Bella bewahren. Er möge ruhen in Gottes Frieden.

Marianne Hartmann, Vorsitzende vom Ortsausschuss St. Josef Eschersheim in der Pfarrei St. Franziskus Frankfurt