Der Westerwald im Sonnenschein

Eine große Wolkenlücke über der Abtei Marienstatt und später im Laufe des Nachmittags über Hachenburg bescherte den über 40 Teilnehmern nahmen an der Kirchortfahrt St. Christophorus am Sonntag dem 17. September 2017 einen schönen und sonnigen Ausflug.

Pünktlich um 8.30 Uhr starteten sie bei Nieselregen mit dem Bus über die Autobahn RichtungZisterzienserabtei Marienstatt/Streithausen im Westerwald.

Planmäßig um kurz nach 10 Uhr erreichten sie die im Sonnenschein erleuchtete Abtei Marienstatt und konnten somit die gut gepflegten Gartenanlagen sowie den Kräutergarten genießen. Die Abteikirche ist eine Basilica minor, wie man dem päpstlichen Wappen aus dem Jahr 1927 entnehmen kann.

Die Ausstrahlung dieses Marienwallfahrtsortes, also auch der Abteikirche, wurde untermauert durch einen festlichen Gottesdienst in dersehr gut gefüllten gotischen Kirche. Der Gottesdienst mit seiner Liederauswahl und die Predigt standen unter dem Motto „Das Wesen Gottes ist die Vergebung“. Der Zelebrant zeigte in seinerPredigt an einigen Beispielen die Facetten Gottes Allmacht auf, so sagte er „Gott wäre nicht Gott, wenn ernicht vergeben würde ….Gottes Vergebung ist maßlos“.

Nach dieser Inspiration blieb im Anschluss an den Godi noch Zeit, die Kirche in ihren Feinheiten wie die bunten Chorfenster oder die Seitenkapelle mit dem Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes sowie die modernemächtige Orgel zu bestaunen. Für das leibliche Wohl war anschließend inder nahen Brauhausgaststätte schon vorgesorgt. Gut gesättigt ging es dann mit dem Bus einige Kilometer weiter nach Hachenburg, dem Zentrum des Westerwaldes. Hier erwarteten 2 Stadtführer bereits die Fahrtteilnehmer, die uns in einer 90-minütigen Führung (zu Fuß bzw. per Vortrag) die Stadtgeschichte als auch die Zeichen der Reformation darlegten. Hier vereint um den Alten Markplatz befinden sich an der Ostseite die evangelische Schlosskirche mit einem direkten Zugang zum Schloss. Sie stellt eine typische protestantische Predigerkirche dar, also mit der imposanten Anordnung von Altar, Altarkanzel und Orgel übereinander. Steht man vor dieser Kirche, erblickt man unweit die katholischeStadtkirche - eine barocke Franziskanerkirche. Der Mönch über dem Hauptportal zeigt dies deutlich.

Nach dem kulturellen Input gab es genügend Freizeit, um die Eis- und Kuchenspezialitäten der Cafés rund um den Alten Marktplatz zu genießen. Den Abschluss des Tages bildete die von Wolfgang Erlenkötter liebevoll vorbereitete Vesper mit zahlreichen Liedern und Gebetstexten. Es war für die Frankfurter ein besinnlicher Abschluss in der ehemaligen Klosterkirche, das Lob Gottes zu singen und zu beten. Auch hier standen wir unter dem Patronat des Hl. Franziskus. Mit vielen Inspirationen gestärkt und neuen Kontakten begaben sich die Gemeindemitglieder per Bus auf die Rückreise aus dem Westerwald in die Mainebene und erreichten abends pünktlich die St. Christophorus-Kirche in Preungesheim.

Bericht: Dr. Michael Walter
Fotos: Wolfgang Erlenkötter, Thomas Wiesner

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