800. Todestag des heiligen Franz von Assisi
Leben und Wirken

In diesem Jahr gedenkt die Kirche des 800. Todestages von Franz von Assisi. 1181 oder 1182 geboren, starb er mit knapp 45 Jahren 1226. Ein Mensch von nicht zu überschätzendem Einfluss. Im Franziskanerorden (der „Erste Orden“ der aktiven Männergemeinschaften) leben weltweit rund 15.000 Brüdern in über 100 Ländern der Erde. Die in der Form dem Kreuz von San Damiano nachempfundene Grafik (von Beate Heinen) zeigt wichtige Stationen und Themen des Lebens und Wirkens von Franziskus.

Genau vor dem Kreuz von San Damiano beginnt seine „Bekehrung“: Er hört den Gekreuzigten vom Kruzifix her sprechen: „Franziskus, geh und baue mein Haus wieder auf, das, wie du siehst, ganz und gar in Verfall gerät.“ Er nimmt es wörtlich, macht einen Teil des väterlichen Warenlagers zu Geld, um dem Befehl nachzukommen. Es kommt zum Konflikt mit dem Vater; Franziskus verzichtet auf sein Erbe und beginnt ein ganz neues Leben in der Nachfolge Jesu. Franziskus gründet mit Gleichgesinnten eine Laienbruderschaft und sucht bald um päpstliche Anerkennung nach. 1220 legt er die Leitung des Franziskaner-Ordens nieder. Seine letzten Lebensjahre verbringt Franziskus in Einsamkeit. Eine Augenkrankheit lässt ihn fast erblinden, auch seine übrige Gesundheit lässt stark nach. Im Herbst 1226 verfasst er sein Testament und stirbt am 3. Oktober in der Portiuncula-Kirche bei Assisi. Franziskus ist eine der herausragenden Persönlichkeiten des christlichen Mönchtums, über alle Konfessionsgrenzen hinweg eine Symbolgestalt wahrer Jesusnachfolge. Er ist einer der liebenswertesten Heiligen (Heiligsprechung: schon 1228).

aus: image - Ausgabe Oktober 2026