„Sternsingen gegen Kinderarbeit – Schule statt Fabrik“

Der Kälte, dem (Schnee-)Regen und der Grippe getrotzt, so könnte auch die Überschrift der diesjährigen Sternsingeraktion heißen.
Trotz der teils widrigen Umständen haben sich in allen Kirchorten unserer Pfarrei Kinder, Jugendliche und Leiterinnen und Leiter aufgemacht, um den Segen des Christuskindes in die Häuser unseres Pfarrgebietes zu tragen.
Gleichzeitig war es schön zu sehen, dass Gemeinschaft und Freude an der Sache mehr wiegen als so manche kalten und nassen Momente.

Bangladesch war ja in diesem Jahr das Beispielland, dabei vor allem die dort weitverbreitete Kinderarbeit und die Umweltverschmutzung durch das Einfärben von Textilien, an denen wir – so muss man es leider sagen – auch unseren Anteil haben. Schätzungen gehen dabei von 1,8 Millionen Kindern und Jugendlichen aus, und so bewahrheitet sich wieder der Satz: „Wenn etwas billiger ist als es sein dürfte, dann wird irgendwo auf der Welt jemand ungerecht bezahlt oder ausgebeutet!“
Das gilt für Kaffee- und Kakaobohnen, aber eben auch – und gerade – für Textilien. Dagegen stemmt sich u.a. das Kindermissionswerk
mit seiner Sternsingeraktion, die weltweit Projekte zur Förderung und zum Schutz von Kindern und ihren Rechten unterstützt.
Wir sind deshalb stolz, dass in unserer Pfarrei insgesamt 13.804,54 Euro gesammelt und gespendet wurden!
Gleichzeitig möchten wir allen, die mitgemacht oder gespendet haben, für dieses tolle Ergebnis danken, Ihr seid spitze!

So sagen ein herzliches Dankeschön,
die Sternsinger, die nun weitergehen.
Der Segen bleibt hier für Euch unsichtbar,
wir kommen gern wieder im nächsten Jahr!
von Michael Frost, Gemeindereferent
(für das Sternsingerteam)

Hier Berichte über die Erlebnisse der einzelnen Gruppen, es lohnt sich!

Allerheiligste Dreifaltigkeit Frankfurter Berg

Sternsinger bringen Segen und Hilfe
Erfolgreiche Aktion 2026 am Frankfurter Berg und in Berkersheim

2025 war bereits ein tolles Jahr mit den Sternsingern, aber 2026 hat es nochmals getoppt!
16 Sternsinger im Alter von 7 und bis 14 Jahren haben mit 3 Betreuerinnen bei 125 Besuchern viele Spenden gesammelt.
Ein herzliches Dankeschön gilt auch den zahlreichen Helferinnen und Helfern im Hintergrund. Sie haben an drei Tagen ein gemeinsames Mittagessen vorbereitet und damit für Stärkung und Gemeinschaft gesorgt.

Ein besonderer Moment war wieder der gemeinsame Abend bei einem sehr engagierten Gemeindemitglied. In diesem Jahr gab es Suppe, belegte Brote, Glühwein für die Erwachsenen und Kinderpunsch für die Kinder – ein schöner Abschluss eines langen Tages.
Neben den Hausbesuchen nahmen die Sternsinger auch an zwei Gottesdiensten in der AHD sowie traditionell am Gottesdienst im Kaiserdom St. Bartholomäus teil. Anschließend folgte der Empfang im Römer. Dort trafen die Kinder auch Oberbürgermeister Mike Josef, der sich freute, die Sternsinger wiederzusehen und viele Selfies mit ihnen machte.

Auf dem Römerberg sprachen die Sternsinger viele Passantinnen und Passanten an und sammelten Spenden für Kinder in Bangladesch, die statt zur Schule zu gehen in Fabriken arbeiten müssen. Es war beeindruckend zu sehen, wie mutig und engagiert die Kinder für diese wichtige Sache eingetreten sind.

Viele kleine Begegnungen bleiben besonders in Erinnerung: spontane Segnungen auf der Straße, selbstgemachte Waffeln oder kurze Besuche bei Nachbarinnen und Nachbarn. Genau diese Momente machen die Sternsinger-Tage jedes Jahr zu etwas ganz Besonderem.
Wir danken allen Spenderinnen und Spendern herzlich im Namen der Kinder! Auch für die vielen Süßigkeiten, die wir während der Aktion sammeln. Ein Teil davon haben wir jedoch an das Frühstück für Menschen in Not weitergegeben, die sich sehr darüber gefreut haben.
Zum Guten Schluss haben wir mit allen Kindern gemeinsam leckere Pizza bestellt und uns an die guten Erlebnisse erinnert.
Auch für das nächste Jahr hoffen wir, wieder genauso viele motivierte Kinder zu haben. Die nächste Aktion am Frankfurter Berg und in Berkersheim wird voraussichtlich vom 8. bis 10. Januar 2027 stattfinden.

Für das Sternsinger Team: Karin Rietmüller, Karin Lembke und Bärbel Zilch

Herz Jesu Eckenheim

Ein Highlight mit Tiefgang: Sternsingen vor Ort

Sternsingen ist doch jedes Jahr ein echtes Highlight. Jedes Jahr anders und jedes Jahr aufregend. Die Eckdaten kennt mittlerweile fast jeder. Es kommen nette Kinder als Könige verkleidet an die Haustür, singen, sprechen den Segen, hoffen auf eine großzügige Spende und kleben den Segen an die Tür. Doch es steckt so viel mehr dahinter. Die Kinder treffen sich neugierig und voller Vorfreude, suchen sich ihr Kostüm aus, diskutieren welches sie schon mal anhatten und welches gut passt. Dann werden die Spendendosen verplombt, die Segen vorbereitet, die großen Sterne bereitgestellt und auch der Weihrauch auf Vollständigkeit überprüft. Dann noch eine kurze Textprobe und die Liederauswahl durchgesungen. Spätestens jetzt kommen schon die Lieblingslieder des Jahres zum Vorschein... Dann wird natürlich das obligatorische Video von “Willi will’s wissen” geschaut. Willi hat diesmal Bangladesch besucht und wir durften Einblick in das Leben der Kinders nehmen für die dieses Jahr Geld gesammelt wird. Das gibt den Kindern hier einen guten Einblick und berührt sie immer sehr. Die Motivation mehr als das Jahr zuvor zu sammeln steigt. Doch die Könige freuen sich nicht nur Geld sammeln zu dürfen, gemeinsam Zeit zu verbringen, Spaß zu haben, eisigen Temperaturen und eisigen Fingern zu trotzen, gemeinsam zu Essen und zu spielen, sich im Gottesdienst zu präsentieren, sondern sie freuen sich auch, dass sie ganz persönlich von den Haushalten mit einer kleinen süßen Aufmerksamkeit für ihre Mühe und die vielen Tage und Kilometer belohnt werden. Diese Geschenke wurden dieses Jahr von unseren Königen auf ganz besondere Art sortiert. Die Kinder freuen sich aber nicht nur über die kleinen Leckereien sondern auch über prall gefüllte Spendendosen. Doch dieser Bericht soll nicht nur die Eindrücke der Begleitpersonen zeigen, sondern auch die der Kinder- vielleicht auch als Inspiration selbst als Sternsingerkind aktiv zu werden.

Nun aber wie versprochen ein paar Eindrücke von unseren Sternsingern.

Sternsingerin Helen schreibt: “Das Sternsingen war richtig toll. Vor allem bei den Privatleuten hat es mir richtig Spaß gemacht. Aufregend war es, als wir im Altersheim waren, weil wir dort auf einer Treppe standen und viele Leute zugeguckt haben. Ich finde es auch toll, dass so etwas angeboten wird, denn vielen Kindern geht es nicht so gut wie uns. Und die Süßigkeiten sind auch lecker.”

Sternsinger Philipp sagt: “Ich wollte bei den Sternsingern mitmachen, weil ich singen mag. Ich fand es aufregend, dass wir bei Privatleuten waren. Ich finde die Lieder toll, die wir gesungen haben. Die Süßigkeiten waren auch lecker. Und ich wünsche den Kindern in Bangladesch, dass sie nicht mehr arbeiten müssen.”

Diesen großartigen Worten können wir uns nur anschließen und möchten uns bei allen Sternsingern bedanken, sowie bei allen Hauhalten die fleißig gespendet und uns immer herzlich empfangen haben.

Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und dann bestimmt mit ganz vielen neuen Königinnen und Königen.

Mechthild Kachisi

St. Albert Dornbusch

Gemeinsam für den guten Zweck: Die Sternsinger von St. Albert

Die Sternsinger von St. Albert sind in diesem Jahr in zwei Gruppen á vier Jungs herumgezogen und haben den Segen in die Häuser des Stadtteils getragen. Drei davon waren neue Kinder, die über die Erstkommunionvorbereitung den Weg zum Sternsingen gefunden haben, alle anderen waren schon in den Vorjahren dabei. Unterstützt haben zwei Mütter, die die zweite Gruppe geleitet haben.

Insgesamt haben wir ca. 27 Haushalte besucht, u.a. auch das Altenwohnheim Grünhof im Park.
Ein Drittel hatte sich über die ausgelegten Listen angemeldet, das zweite Drittel waren die Familien der Kinder und das letzte Drittel waren „Stammkunden“ aus den letzten Jahren, bei denen wir einfach nach telefonischer Anmeldung vorbeigegangen
sind. Teilweise haben wir auf dem Weg auch noch Aufkleber eingeworfen.

Die Stimmung war gut, denn es hat nicht geregnet, war zwar kalt aber auch sonnig. Außerdem gab es noch einige Süßigkeiten als Belohnung für die „Könige“.

Beim Gottesdienst am Sonntagabend waren dann noch sechs Sternsinger dabei, die an den Türen Aufkleber verteilt und Geld gesammelt haben. Für uns ein tolles Ergebnis, für das wir uns vielmals bedanken!

Stefan Wolf (Verantwortlicher für die Sternsingeraktion in St. Albert)

St. Josef Eschersheim

Kleine Gruppe, großes Engagement: Sternsingen in St. Josef

Bei der Sternsingeraktion in St. Josef haben in diesem Jahr insgesamt sieben Kinder mitgemacht. Am Freitag waren wir in der Kita, im Pfarrbüro und bei Familien, die auf dem Weg lagen, sowie im Münzenbergerhaus.
Dieser Besuch ist den Kindern besonders wichtig, sie singen auf allen Stationen und scheuen keinen Weg, sehr zur Freude der Bewohnerinnen und Bewohner sowie des Personals.

Leider mussten wir jedoch die geplanten Besuche am Samstag absagen, da ich krank geworden war und keine anderen Begleitpersonen auf die Schnelle zur Verfügung standen.
Am Sonntag waren dann aber alle sieben Kinder beim Gottesdienst in St. Josef dabei, haben gesungen, die Segensaufkleber verteilt und Geld gesammelt. Leider nehmen insgesamt die Anmeldungen im Stadtteil stark ab, auf unserem Zettel standen nur eine Handvoll Adressen. Da ist zu überlegen, die Aktion im nächsten Jahr zeitlich anders zu organisieren.
Wir bedanken uns bei allen, die wir besuchen durften und die am Sonntag im Gottesdienst gespendet haben.

Michael Frost (Verantwortlicher für St. Josef)

Sta. Familia Ginnheim

Sternsingeraktion: Mit Ausdauer und guter Laune

Am Samstag den 10.1.2026 konnten wir am Vormittag mit zwei Gruppen los ziehen, um den Menschen aus der Gemeinde den Segen zu bringen.
Es waren zwei tapfere Gruppen, die sich auch vom Dauerregen nicht einschüchtern ließen und mit guter Laune durchhielten.
Als wir zum Mittagessen in die Gemeinde kamen, hatte unser lieber Koch schon das Mittagessen fertig und mit seinem Helfer alles für uns vorbereitet.
Nach einer kurzen Pause ging es dann für die Sternsinger weiter.....jetzt zwar ohne Schnee, dafür aber bitterkalt.
Aber unsere Sternsingerkinder ließen sich auch von Minustemperaturen nicht davon abhalten, weiter für Kinder im Einsatz zu sein, denen es bei Weitem nicht so gut geht, wie ihnen.
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei euch Kindern bedanken, dass ihr bei "Wind uns Wetter" los gezogen seid und hoffen, dass es nächstes Jahr nicht ganz so nass und kalt werden wird :-)

Michela Peppinghaus