Gaudete bezeichnet den dritten Sonntag im Advent, der nach dem Eröffnungsvers der Messe (Gaudete in Domino semper – „Freut euch im Herrn allezeit“) benannt ist. Er hebt innerhalb der Adventszeit den Gedanken der vorweggenommenen Freude über die Nähe des Weihnachtsfestes hervor und unterbricht den stärker bußhaften Charakter der übrigen Adventssonntage.
Historisch geht die Bezeichnung auf die lateinischen Eröffnungsworte der Messe zurück, wie sie seit dem Mittelalter gebräuchlich sind. Schon früh wurde dieser Sonntag als Tag der Erleichterung innerhalb der Vorbereitungszeit verstanden. In der Liturgie der römisch-katholische Kirche kommt dies unter anderem im möglichen Gebrauch der rosa liturgischen Farbe zum Ausdruck.
Gründonnerstag bezeichnet den Donnerstag vor Ostern, an dem die Kirche des letzten Abendmahls Jesu gedenkt. Liturgisch steht dieser Tag im Zeichen der Einsetzung der Eucharistie und des priesterlichen Dienstes sowie des Gebotes der Nächstenliebe. Mit der Abendmahlsmesse am Gründonnerstag beginnt das Österliche Triduum.
Historisch entwickelte sich die besondere liturgische Prägung des Gründonnerstags bereits in der frühen Kirche. Er war ursprünglich ein Tag der Bußpraxis und der Versöhnung der Büßer. Im Laufe des Mittelalters traten die Feier des Abendmahls und die Erinnerung an die Fußwaschung stärker in den Vordergrund. In der Liturgie der römisch-katholische Kirche schließt die Messe mit der Übertragung des Allerheiligsten; der festliche Charakter weicht anschließend der Stille der beginnenden Passionstage.